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Chefinnen für eine starke Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen

 Doppel-Kongress für Unternehmerinnen und Managerinnen 

Um das ökonomische und innovative Potential von Frauen für die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen besser aufzuschließen, brauchen wir neue Ansätze und Strategien. Kern unserer Idee ist der gezieltere Schulterschluss von Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen, um sie als Motor für Veränderungen in den Unternehmen zu stärken. Folgende Argumente leiten uns dabei:

  • Beide Gruppen agieren in der Wirtschaft und werden vom Transfer der unternehmerischen bzw. Management-Kompetenzen der jeweils anderen Gruppe profitieren. 
  • Im „War for talents“ werden mittelständische Unternehmen ebenso wie Konzerne weiblichen Führungsnachwuchs intelligenter fördern müssen. 
  •  Immer mehr Konzerne praktizieren Outplacement in großem Stil. Sie bieten ihren MA an, als Spezialist/innen in die Selbstständigkeit zu geben, um dann gezielt eingekauft zu werden. Hier liegt ein Erschließungspotential für Unternehmensgründungen, für das neue Instrumente entwickelt werden müssen.
  •  Erfolgreiche Unternehmerinnen und Führungskräfte sind als Mutmacherinnen, Mentorinnen und Medienpartnerinnen unersetzbar. Was sie brauchen: Austausch und Reflexion untereinander, um Anstöße für neue Wege zu bekommen und die traditionellen Geschlechter-Stereotypen zugunsten einer modernen und vielfältigen Wirtschaft zu wandeln. 

Weitere Argumente

  • Eine Karriere von Frauen in der Wirtschaft ist erst seit wenigen Jahrzehnten möglich. Wir brauchen für nachhaltige Veränderungen eine kritische Masse von 30-35%. 
  • Weibliche Führungskräfte überschätzen oft die Rolle guter sachlicher Arbeit und unterschätzen Netzwerke und strategische Klugheit. 
  •  Weibliche Entscheidungsträgerinnen holen meist gezielt (bewusst oder unbewusst) Frauen mit „ins Boot“ (Nachwuchsplanung, Auftragsvergabe). 
  •  Frauen sind in der Wirtschaft nicht nur mit Kennziffern und Marketingfragen befasst, sondern auch mit Rollenstereotypen konfrontiert. Zu viele werfen das Handtuch, wenn sie nicht weiterkommen. Damit verliert die Wirtschaft innovative Ansätze und Ideen für Produkte und Prozesse.
  •  Eine Kultur des Umgangs mit Macht, die sich kritisch mit den vorherrschenden Modellen auseinandersetzt und eigene Akzente bildet, entwickelt sich erst langsam und braucht Foren.

Die Themen des Kongresses
 Der Unternehmerinnentag NRW ist das langjährig erprobte Modell zur Stärkung von Unternehmerinnen und Gründerinnen. Ausgehend von diesem Modell wird zusätzlich ein neues fachliches Angebot für weibliche Führungskräfte entwickelt und eine Diskussionsplattform für gemeinsame Themen geschaffen. Folgende fachliche Themen bieten sich beispielhaft an:
 
 

                     

Unternehmerinnentag

Managerinnentag

Marketing + Akquise

Übergang in höhere Führungsebenen

Gründungs- + Wachstumsstrategien

Karriere- und Nachwuchsstrategien

Kundenbindung

Spielregeln der Macht

Mitarbeitereinstellung

Outplacement/ Unternehmensgründung

 

                

Gemeinsame Themen:

Unternehmenskultur beeinflussen 

Führungskompetenz entwickeln und durchsetzen

Engagement in Wirtschaftsgremien (Aufsichtsräte, Kammerparlamente)

Starke Allianzen durch Netzwerke

 

Ein wichtiges Ziel ist es, gemeinsam politisch Anstöße zu entwickeln, um der zu niedrigen Zahl von Frauen in Führungs- und Entscheidungspositionen in NRW entgegenzuwirken. Denn die Zahlen klettern nur im Schneckentempo: bei den Unternehmerinnen von 25% 1998 auf 29,8% 2008 (Mikrozensus) und bei weiblichen Führungskräften von 21% 2000 auf 23% 2008 (IAB Betriebspanel 2008), jeweils Anteil an der Gesamtzahl. Dies ist eine Realität, die nicht mit den in Studien erforschten beruflichen Zielen von Frauen übereinstimmt, besonders nicht mit der von jungen Frauen. Das heißt, wir brauchen neue Ansätze, die neue Wege zulassen und der Gruppe potentieller Leistungsträgerinnen strategische Instrumente an die Hand geben. 
 

Einbettung in weitere Aktivitäten 
 Der Doppelkongress ist natürlich nicht als isolierte Veranstaltung gedacht, sondern muss in vielfältige Aktivitäten zur Stärkung der Gruppe der Managerinnen und Unternehmerinnen eingebettet sein.

Hier ein paar Ideen und Beispiele:

  • Vernetzung zwischen Managerinnen- und Unternehmerinnen-Netzwerken, z.B. Senior Women Network von RWE trifft Verband deutscher Unternehmerinnen. 
  •  Für Unternehmerinnen in Wachstumsphasen und Managerinnen auf der Karriereleiter wird eine neue Form der Begegnung angeregt und entwickelt.
  •  Forum Führungsfrauen: Dialog-Veranstaltungen mit Personalleitern sowie männlichen und weiblichen Führungskräften für eine neue Unternehmenskultur.
  •  Einbeziehung von KMU und Konzernen in den Diskussionsprozess und als Sponsoren. Wer hat die besten Ansätze / welche (wessen) Instrumente sind erfolgreich?

 

Vernetzung:

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